Handlungsempfehlung von der Grün Berlin GmbH zum Gärtnern auf dem Tempelhofer Feld

 

Gefährdungsabschätzung KM Projektnutzungsflächen THF.pdf

 

Gefährdungsabschätzung KM Projektnutzungsflächen THF_Anlage.pdf

Garten-ABC

 

A 

Eine Allmende ist eine uralte Neuigkeit, ein gemeinsam bewirtschafteter öffentlicher Raum, ein „Geschenk an alle“. (Definition Allmende)

Die Anregelungen sind eine Mischung aus Regeln und Anregungen zur besseren Organisation und Kommunikation im Garten, die von den GärtnerInnen gemeinschaftlich 2015 verfasst wurden. Das Garten ABC steht im Sinne der Anregelungen, vollständige Fassung.

 

B

Im Sinne der Allmende gehören die Beete der Gemeinschaft. Sie sind nur temporär vergeben und sollen ökologisch (ohne Kunstdünger, Pestizide, Hybridsaaten) und ressourcenschonend (Holz, Erde, Wasser) genutzt und gepflegt werden. Es können derzeit keine zusätzlichen Beete gebaut werden. Ein Beet, das länger nicht bewirtschaftet ist und dessen verantwortliche Gärtnerin sich bei Nachbarn weder ab- noch sonst wie meldet, kann nach Entscheidung der Gemeinschaft weitergegeben oder anderweitig verwendet werden.

Neben den Beeten, die von Einzelpersonen oder Gruppen gepflegt werden, gibt es auch Gemeinschaftsbeete, um die sich die ganze Gemeinschaft kümmert (Getreidekringel, Bienengarten, Anzuchtbeet, etc.).

Beetabstand: Nimm niemandem den Freiraum und die Sicht, eine Schubkarrenbreite Mindestabstand zum Nachbarbeet beachten.

Beetaufbau: Alle Beete sind Hochbeete, da das Graben auf dem Tempelhofer Feld nicht gestattet ist. Der Aufbau sollte unten etwa zu 50% aus grobem Material (Äste, Pflanzenstängel, Stroh, Laub, etc.) und nur in den oberen 20-30 cm aus Erde bestehen. Mäuse-Schutzgitter zum Erdreich und an den inneren Wänden des Beetes haben sich bewährt. Baue verletzungssicher und vermeide Gefahrenquellen wie Nägel und Schrauben!

Beetgröße: Beete sollten nicht größer als 2 Euro-Paletten sein (2 m²). In der Anfangszeit des Gartens sind auchgrößere Beete entstanden. Diese können bei Neuvergabe aufgeteilt werden. Bank- & Tischflächen stehen Besucherinnen des Feldes zur Mitnutzung zur Verfügung.

Beethöhe: Baue nicht höher als 1,5 Meter, um Verschattung zu vermeiden. Bitte auf Überdachungen und Zäune verzichten!

Beetnummer: Jedes Beet hat entsprechend seiner Farbgruppe eine Nummer, die bei Rückmeldung anzugeben ist. Die Beete sollten zur Orientierung deutlich sichtbar mit der Beetnummer und der Nachbarschaftsfarbe gekennzeichnet sein.

Beetvergabe: Wer mitgärtnern will, muss Mitglied des Vereins werden (oder sich an einer Beetgemeinschaft mit einem Vereinsmitglied beteiligen). Nach Ablauf der Rückmeldefrist wird entschieden, welche Beete neu vergeben werden können. Interessierte kommen zur nächstmöglichen Infoveranstaltung für Neugärtner*innen auf dem Dorfplatz im Garten. Termine siehe Infowand bzw. Webseite. Die Teilnahme an dieser Infoveranstaltung ist kein Anspruch auf ein Beet. Im Anschluss findet ein Gartentreffen statt.

Vereinssatzung, Gartenordnung und Anmeldeformular gibt es bei der Infoveranstaltung sowie grundlegende Informationen über die gemeinschaftlichen Aufgaben im Garten: Wasser, Kompost, Gemeinschaftsbeete, Teilnahme am Gartentreffen etc. Die anwesenden Nachbarschafts-Vertreterinnen entscheiden im Einvernehmen mit dem Plenum beim Gartentreffen über die Neuaufnahme. Vorrang haben Beetgemeinschaften sowie soziale & kulturelle Projekte. Gibt es mehr Interessentinnen als freie Beete, werden zuerst alternative Möglichkeiten des Mitgärtnerns wie Beetgemeinschaften, Patenschaften oder Pflege von Gemeinschaftsbeeten ausgeschöpft. In letzter Instanz entscheidet das Los. Die Neugärtnerin füllt ihre Anmelde-Unterlagen vor Ort oder online binnen zwei Wochen aus. Der Beetbeitrag ist gestaffelt in 30,- / 45,- / 60,- €. Die Neugärtnerin oder neue Beet-Gruppe stellt sich beim nächsten Gartentreffen vor. Von jedem Beet muss mindestens eine Person Vereinsmitglied sein. Der Vereinsbeitrag im Jahr ist 12,- €.

 

D

Der Dorfplatz ist für alle da. Angemeldete Termine haben jedoch Vorrang. (siehe Termine auf der Webseite und Infowand und Aushänge an Dorfplatz-Rückseite)

 

F

Farbgruppen: Der Allmende-Garten besteht aus ca. 300 Beeten und ist unterteilt in 10 Farb- Nachbarschaften (Blau, Hellgrün, Rot, Magenta, Lila, Dunkelgrün, Gelb, Rosa, Orange, Türkis). Jede Farbgruppe wählt jährlich Ansprechpartnerinnen. Sie koordinieren die Gemeinschaftsaufgaben der Farbgruppen.

Der Garten organisiert und finanziert sich selbst. Spenden sind herzlich willkommen!

 

G

Gartentreffen: Jeden 1. Samstag im Monat auf dem Dorfplatz im Garten. Dieses Plenum ist die Plattform unserer Selbstorganisation, der Ort um Ideen einzubringen, Meinungen zu bilden und Entscheidungen zu treffen, aber auch um zusammen zu lachen, zu essen und zu musizieren. Es soll mindestens eine Vertreterin jeder Nachbarschaft am Plenum teilnehmen. Damit alle zu Wort kommen: 1-2 Minuten Redezeit und Rede-Vorrecht für Erst-Rednerinnen. Entscheidungen werden wenn möglich im Konsens, sonst nach Mehrheit beschlossen.

Gemeinschaft: Alle Gärtnerinnen beteiligen sich über die Pflege ihres eigenen Beetes hinaus an dem Garten, indem sie für Gemeinschaftsaufgaben Zeit schenken.

Neben den Beeten, die von Einzelpersonen oder Gruppen gepflegt werden, gibt es Gemeinschaftsbeete, um die sich die ganze Gemeinschaft kümmert (Getreidekringel, Bienengarten, Anzuchtbeet, etc.).

Uns ist das Graben auf dem Tempelhofer Feld nicht gestattet, daher sind alle Beete Hochbeete.

 

H

Alle Beete sind Hochbeete, da das Graben auf dem Tempelhofer Feld nicht gestattet ist.

Hunde: Im Garten gilt ebenfalls die Parkordnung des Tempelhofer Feldes, d.h. auch Leinenzwang für Hunde.

  

K

Kommunikation: Für die interne Organisation untereinander gibt es eine Mailingliste. In einem monatlichen Newsletter stehen alle Informationen aus dem Garten. Anmeldedaten nach der erfolgten Aufnahme als Neugärtnerin.

Im Garten sind mehre Bereiche als Kompost ausgewiesen. Hier dürfen nur kleingeschnittene Gartenabfälle abgeladen werden. Die Kompost AG organisiert gemeinschaftliche Komposttage im Gartenjahr, an denen die GärtnerInnen aufgerufen sind, gemeinsam einen Schnellkompost aufzusetzen. Termine online und als Aushang an der Dorfplatzwand.

Konflikte, bitte ansprechen! Wenn eine Lösung im Vieraugengespräch nicht möglich ist, suchen sich die Streitparteien mind. drei am Konflikt unbeteiligte Gärtnerinnen zum Gespräch, um Alleingänge und zu persönliche Konflikte zu vermeiden. Wenn der Konflikt nicht auf diese Weise lösbar ist, sollte er ins Plenum getragen werden.

 

M

Mailingliste: Für die interne Organisation untereinander gibt es eine Mailingliste. Anmeldedaten nach der erfolgten Aufnahme als Neugärtnerin.

Mitgärtnern: Gemeinschaftlich Gärtnern heißt, Wissen und Ideen austauschen, Neues ausprobieren, miteinander lernen und sich für die Allmende mitverantwortlich fühlen. Der Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor e.V. als basisdemokratisches Gemeinschaftsprojekt lebt von der aktiven Beteiligung seiner Mitglieder. Ehrlicher und offener Umgang und konstruktive Kritik sind ebenso selbstverständlich wie Interesse für neue Ideen. Möchten Sie mitgärtnern? Das bedeutet, sich in die Garten-Gemeinschaft einzubringen. Infos zur Beetvergabe siehe unter B, Infotreffen für NeugärtnerInnen ab April im Garten, siehe Termine

Müll: Große Müllaufräumaktionen kosten die Gemeinschaft viel Geld und Mühe. Da wir keine eigenen Müllcontainer haben, ist es wichtig, dass Müll (ggf. auch fremder) laufend gesammelt und weggebracht wird. Das gilt auch für nicht mehr benötigtes Baumaterial. Für Kleinmüll (Picknickreste) stehen die Container auf dem Tempelhofer Feld zur Verfügung. Beachten Sie die Parkordnung (z.B. Leinenzwang für Hunde). Nehmen Sie bitte Ihren Müll mit.

  

N

Nachbarschaften: Der Allmende-Garten besteht aus ca. 300 Beeten und ist unterteilt in 10 Farb- Nachbarschaften (Blau, Hellgrün, Rot, Magenta, Lila, Dunkelgrün, Gelb, Rosa, Orange, Türkis). Jede Nachbarschaft wählt jährlich Ansprechpartnerinnen. Sie koordinieren die Gemeinschaftsaufgaben der Nachbarschaft.

Newsletter: In einem monatlichen Newsletter stehen alle Informationen aus dem Garten. Anmeldung nach der erfolgten Aufnahme als Neugärtnerin.

 

W

Wasserwochen: Das Auffüllen der Wassertanks erfolgt gemeinschaftlich innerhalb der Farbgruppen, die an 3 Wochen übers Gartenjahr verteilt für das tägliche Auffüllen der Wasser-Container und -Tonnen verantwortlich sind. 

Ein Wasserkalender (als pdf herunterladen) dient zur Organisation der Wasserwochen. Er hängt zum Eintragen ab März am Wasserplatz.

Wassermanagement  ist der Name einer AG und eines Experiments im Garten. Seit 2017 läuft ein Vergleichstest, bei dem verschiedenen Erden und Bodenzuschlagsstoffen auf ihre Wirksamkeit für die Wasserspeicherfähigkeit im Hochbeet untersucht werden. Nicht zu verwechseln mit dem Wasserdienst oder den Wasserwochen, bei denen es um die Auffüllen der Wasser-Container geht.

Willkommen: Fühlen Sie sich eingeladen, den Garten zu genießen und seine Sitzgelegenheiten zu nutzen. Bitte respektieren Sie dabei den Garten und die Gärtnerinnen*. Der Garten ist ein Ort der Ruhe und Erholung, in dem gilt: Wer sät und pflanzt, der pflegt und erntet!

Als Wissensspeicher und Info-Plattform mit Protokollen, Workshop-Dokumentationen dient uns www.mydrive.ch

 

 

 

 

Wir trauern um die Grande Dame der Berliner Gärten.

 

"Ganz Berlin ein Garten" - Gerda Münnich 1939-2017

 

 

Der Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor trauert um seine Mitbegründerin und langjährige Gartenaktivistin Gerda Münnich. Gerda ist am Mittwoch, dem 12. April 2017 nach sehr kurzer Krankheit überraschend im Alter von 77 Jahren gestorben.

Sie war Mitinitiatorin des ersten Berliner interkulturellen Gartens im Wuhletal und der Vernetzung aller Berliner Gemeinschaftsgärten. Gerda war eine Kämpferin für die Verbreitung der Idee der Gemeinschaftsgärten und das friedliche Miteinander, für das offene und freie Tempelhofer Feld und für die Bürgerbeteiligung.
„Politik am Salatbeet“ hat sie ihre Antriebskraft scherzhaft beim letzten Teamtreffen im März genannt und damit ihre Vision von „ganz Berlin soll ein Garten werden“ nochmals untermauert.

Mit ihr verliert der Garten eine kluge und mahnende Ratgeberin, Freundin und Unterstützerin des Gemeinschaftsgedankens. Bis zuletzt hat sie die Gartenorganisation und die Vorstandsarbeit mit ihrem vertrauensvollen Wissen und ihrer langjährigen Erfahrung gestärkt und bereichert. Dafür gebührt ihr unser tiefster Dank.

Die Trauerfeier für Gerda Münnich fand am Freitag, den 28. April 2017 um 10 Uhr in der Bekenntniskirche der Ev. Kirchengemeinde Berlin-Treptow statt. Wir haben einen Kranz im Namen der Berliner Stadtgärtner*Innen niedergelegt und zur gemeinsamen Pflanzenspende der Berliner Gemeinschaftsgärten aufgerufen. Die Beisetzung erfolgte am Freitag Nachmittag in Steinkirchen / Lübben.

Gerda Münnichs Wunsch war es, eine Tanzlinde auf dem Tempelhofer Feld zu errichten. Diesen Wunsch haben wir umgesetzt. Durch die Hilfe von Niels Rickert konnten wir eine Linde in der Baumschule Lorberg aussuchen, alle weiteren Vorbereitungen zum Kauf, der Freimessung und Pflanzung treffen und im November 2017 pflanzen.

 

Nachrufe, Gedenken und Erinnerungen an Gerda Münnich:

TAZ am Wochenende vom 22.04.2017: "Mutter Courage des Urban Gardening" Nachruf von Elisabeth Meyer-Renschhausen

Nachruf auf Gerda Münnich vom 15.04.2017 von Marco Clausen von den Prinzessinnengärten

Gedenkseite für Gerda Münnich unter www.tempelhoferfeld.info

Film von Fabian Friedmann, in dem Gerda Münnich durch den Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor führt, 2014

 

+ + + Unterstützung der Tanzlinde + + +

Wer Gerda Münnichs Wunsch, eine Tanzlinde auf dem Tempelhofer Feld zu errichten und zu pflegen, mit einer Spende unterstützen möchte, für den haben wir eine Kostenstelle in unserem Gartenkonto eingerichtet:

Spenden-Konto: Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor e.V.
IBAN: DE64 4306 0967 1144 7473 00 BIC: GENODEM1GLS Geld-Institut: GLS-Bank

Betreff / Verwendungszweck: Tanzlinde THF

Garten-AGs  Bienen  Färberpflanzen  Handwerk  Kompost Wassermanagement Refugees Welcome

 

 

Bienen

Im Bienengarten werden derzeit acht Bienenvölker von unserem Imker Jörg Hasenbein wesensgemäß gehalten. Frühblühende Weiden, Obststräucher und viele Sommer- und Herbstblumen geben den Bienen Schutz und reichlich Nektar über das Jahr verteilt. Errichtet wurde das Bienenbeet 2012 in einem von der Veolia-Stiftung geförderten Projekt initiiert von Claudia Leucht und Gawan Mühl. Ein Interview mit den Beiden im Rahmen von „Berlin summt!“: https://vimeo.com/42608593


Angebote:
Auf Nachfrage bieten wir Führungen und Workshops mit Informationen zu Bienenhaltung und bienenfreundlichem Gärtnern für Schulklassen und Gruppen an.

Mitwirkende:
Kathrin Scheurich (Stadtnatur Berlin), Katharina Pahl, Jörg Hasenbein (Imker)

 
Termine 2020:
Wir treffen uns regelmäßig jeden 1. Mittwoch im Monat zum gärtnern, anpflanzen und gießen. Also am 4.3., 1.4., 6.5., 3.6., 1.7., 5.8. und 2.9. jeweils von 17h30 – 19h30.

Wenn Du Interesse an bienenfreundlichem Gärtnern hast und den Bienengarten unterstützen möchtest, dann melde Dich bei uns oder komm zu den Aktionstagen vorbei!

 

  • Samstag, 24.4. von 14 – 18 Uhr: Aktionstag Bienen - AG
 
Kontakt:
Kathrin Scheurich :  info[at]stadtnatur-berlin.com
 
 

Bienen AG 2020

 

 

Färberpflanzen

Färberpflanzen haben eine lange Tradition, deren Nutzung und Anbau durch die Entwicklung synthetischer Farbstoffe im 19. Jhd. weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Färberpflanzengärten beleben dieses Wissen neu und geben im Sinne der Nachhaltigkeit den Reichtum an Farben weiter.

Der Färberpflanzengarten Die Schönfärberinnen auf dem Tempelhofer Feld existiert seit 2013 in einer Initiative von GärtnerInnen des Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor e.V.. In einem runden Schaubeet von 20 Quadratmetern am Eingang zum Garten, gegenüber der Dorfplatzbühne, werden hier historische Färberpflanzen wie Waid, Krapp, Färberwau, Färbersaflor, Färberkamille und Wildpflanzen zur Saatgutvermehrung, Wissensvermittlung und praktischen Umweltbildung angepflanzt.

Angebote:
Bei Nachfrage bieten wir Führungen und Workshops mit Informationen zu Arten, Anbau, Nutzung und Saatgut von historischen Färberpflanzen und Experimenten mit Naturfarben auch für Vor-/Schulklassen an.

Ansprechpartnerinnen:
Susanne Jacobs, Kristin Hensel,
Ulrike Hartwig

 

Termine 2020:
Wir treffen uns regelmäßig zum Gärtnern, Anpflanzen und Gießen. Wenn Du Interesse an Färberpflanzen hast und den Färbergarten unterstützen möchtest, dann melde Dich bei uns.

 

Sonntag, 19.07 26.07.2020 von 11 bis 16 Uhr:

Natürliche Farbenpracht: Textiles Färben mit Pflanzen beim Gatower Kräutersommer in der Remise Gatow


Die Schönfärberinnen des Färberpflanzenbeetes laden zu einem Praxis-Workshop 'Natürliches Färben' in inspirierender Nachbarschaft zum Botanicum des Gutshofs Gatow ein.
Wir färben verschiedene Naturfasern mit Blüten, Blättern, Wurzeln und Beeren von heimischen Wild- und historischen Färberpflanzen ein.
Dieser Kurs richtet sich an Einsteiger*innen & Anfänger*innen.

Erw. 50 € (zzgl. Stoffmaterial wie Tücher, Beutel in verschd. Qualitäten zur Auswahl, max. 10,- €)

Ort: Remise Gatow, Buchwaldzeile 45
14089, www.remise-gatow.de


Infos & Anmeldung: faerbergarten[at]allmende-kontor.deDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">

 

Samstag, 9. Mai 2020 von 15 bis 18 Uhr: „Gemeinsam Farbe pflanzen“
Mitmach-Aktion am Färberpflanzenbeet für alle Interessierte; Gärtner*innen oder Laien, ob aus dem Garten oder extern. Wenn möglich Gartenhandschuhe und Gartenschere mitbringen! 
(weitere Gemeinsam-Farbe-pflanzen-Aktionen werden noch bekannt gegeben)

 

 

Kontakt:
faerbergarten[at]allmende-kontor.de

Färberpflanzenbeet AK 2014 web

 

 

Handwerken

Zu werkeln gibt es immer etwas im Garten, von Reparaturen am Wassertank, an Gemeinschaftsbeeten oder am Dorfplatz, über das Bauen einer neuen Schlauchkiste bis zur Rasenerneuerung. Wer Lust hat mitzumachen, kommt einfach zu unseren Projekttagen vorbei! 

Angebote:
Wir stellen Euch auch gerne Werkzeug zur Verfügung und bieten Rat und helfende Hände bei Reparaturen an. Kommt am Besten zu unseren Donnerstagstreffen. Da findet sich immer jemand, der Euch weiterhelfen kann.

Bitte habt auch Verständnis dafür, dass das Holzlager nicht zur Selbstbedienung gedacht ist und Sperrmüll selbst zu entsorgen ist.

 
Termine 2020:
Die Projekttage werden rechtzeitig über unseren Verteiler und die Gartenliste bekannt gegeben.
 
Nächster Projekttag: Sonntag, 29. März 2020 um 14:30 Uhr: Ausmisten unseres Schuppens und Reparieren der Türen

 

Kontakt:
garten[at]allmende-kontor.de

 

 

 

Kompost

Der Kompost ist die Grundlage allen Gärtnerns. Garten- und Küchenreste sind kein Abfall, sondern die einzige Ressource für fruchtbare Böden, die wir haben!

 

In den letzten Jahren haben sich Die Goldmacherinnen zu einer festen Größe im Gemeinschaftsgarten Allmende-Kontor entwickelt. Alle GärtnerInnen sind aufgerufen, sich an den gemeinsamen Komposttagen zu beteiligen. An einem Nachmittag werden die angefallenen Garten- und Küchenreste klein gehäckselt und mit dem biologischen Verfahren der Heißkompostierung zu einer Kompost-Miete im Garten aufgebaut. Die Ernte der humusreichen Komposterde erfolgt nach drei Monaten.

 

Die Goldmacherinnen in Aktion: https://vimeo.com/108084226

 

Regelmäßig Mitwirkende:
Martina Kolarek (DIE BODEN SCHAFFT), Regina Schmidt- Roßleben, Sebastian Weber, Darja Katharina Samdan, Catherine Ruet, Petra Paes, Malte Schmidhals, Philipp Gieseler, Lena Eggers, Kristin Hensel, Susanne Jacob, Dirk Weilemann u.v.m.


Termine 2020:

  • Samstag, 4. April: ANGÄRTNERN um 15 Uhr: Einführung in die Sammlung der Küchenabfälle, Die Goldmacherinnen stellen sich vor.
  • KOMPOSTERNTE im Mai nach Vereinbarung
  • Sonntag, 14. Juni: KOMPOSTTAG von 14 bis 19 Uhr: Handhäckseln und gemeinsames Aufbauen eines Heißkomposts
  • Samstag, 15. August: KOMPOSTTAG von 16 Uhr bis open end: Häckseln und gemeinsames Aufbauen eines Heißkomposts und Kompostparty!
  • Samstag, 10. Oktober: KOMPOSTTAG von 13 bis 18 Uhr: Elektrohäckseln und gemeinsames Aufbauen eines Heißkomposts.

Die  aktuellen Termine für die Komposttage hängen auch im Garten aus.

 

Fleißige Hände zum Häckseln sind immer herzlich willkommen, bitte Gartenschere und Handschuhe mitbringen! Treff am großen Kompostbereich beim nördlichen Wassertank. Gemeinsame Komposttage finden mehrmals im Jahr statt, manchmal auch spontan und nach Bedarf.

 

Kontakt:

Martina Kolarek

office[at]die-boden-schafft.de
www.die-boden-schafft.de

Kompost 2019        Kompost 2019 3

 

 

 
Wassermanagement

 

Hier auf dem Tempelhofer Feld ist zwar der größte / bekannteste Hochbeetgarten der Stadt, aber der Standort ist dafür alles andere als ideal: Nicht nur weil Hochbeete an sich schon wegen ihres Aufbaus weniger wasser-haltend sind als normale Erdbeete; hinzu kommt die durch keinen Baum-Schatten gemilderte totale Besonnung und - nach gut 2 Km Offenland - noch ein sattes „Plus“ an Austrocknung durch Wind.


Es liegt also nahe, mal die Frage zu stellen, ob es vielleicht einfache Möglichkeiten geben könnte, die permanent nötige Giessarbeit zumindest etwas zu reduzieren. Dazu unternahm Volker Hegmann, seit 2011 Gärtner im Allmende-Kontor ist, im Jahr 2016 erste Versuche mit Ton-Dochten in kleinen Wasserspeichern (5-Liter-Plastikboxen) und testete fünf verschiedene – angeblich - wasser-haltende Bodenzuschlagsstoffe (Additive). Das 2m² kleine Hochbeet wurde dadurch schon ein Exkursionsziel im Rahmen der „Klimagarten“-Bustour im Herbst desselben Jahres. Dort entstand dann die Idee, den Versuch ab 2017 in größerem Rahmen fortzusetzen.


So wurde das 10m² große Peter-Lenné-Beet neben dem Dorfplatz nach Umbau zum Testfeld für 15 verschiedene Bodenzuschlagsstoffe (zumeist in einer Beimischung von 20% des jeweiligen Feld-Volumens von ca. 120 Litern) und mehrere vergleichend zu testende Erden. Startschuss war am 03. Juni: 23 gleichgroße Testfelder wurden absolut gleichmäßig besät und bepflanzt und im Laufe des Jahres regelmäßig auf Wüchsigkeit der verschiedenen Kulturen („Bonitur“), Bodenfeuchte und andere Messgrößen untersucht. Nahezu identische Fortsetzung im Jahr 2018 mit einer Variation: Das „Additiv“ im Versuchsfeld 12 (Mulchfolie) wurde durch den Zuschlagsstoff Lehm abgelöst.


Bodenfeuchte-Messungen in ein- bis zweiwöchigem und Messungen von pH, Bodensalz, Bodentemperatur u.a.m. in größeren Zeitabständen und ihre Auswertung sind eine zeitintensive laien-wissenschaftliche Spielwiese, die aber schon einige gut abgesicherte Ergebnisse hervor gebracht hat und nun im 3. Versuchsjahr abgerundet werden soll. Dabei geht es darum, nach dem Super-Feucht-Jahr 2017 (ca. 800 mm Niederschlag) und dem Super-Trocken-Jahr 2018 (ca. 400 mm) nun das Beet - wenn die Wettergötter mitspielen – endlich einmal „richtig“ zu bewässern und die Leistungsfähigkeit der 23 verschiedenen Bodenmischungen unter diesen Bedingungen zu beobachten.

Dafür freut sich die Wassermanament-AG auf die Neugier und den Forschungsgeist zahlreicher Mitgärtner (wie auch sonstig an diesen Fragen interessierter Zeitgenossen; die nicht unbedingt Gärtner im Allmende-Kontor-Gemeinschaftsgarten sein müssen).

Das Wassermanagement-Hochbeet ist offizielles Versuchsbeet der Klima-Schaugärten in der Bildungsreihe „(Stadt-)gärtnern im Klimawandel: Eine Bildungsinitiative in der Modellregion Berlin" der Humboldt-Universität zu Berlin. Mehr zur Projektbeschreibung des Versuchsbeets hier.

Termine 2020:

Aushang am Beet bzw. Info-Mail für angemeldete AG-Teilnehmer

Termine der AG sind unregelmäßig je nach Sinnhaftigkeit eines neuen Aussaat- / Ernte-Termins und Wetterlage (beim Datenmessen MUSS es wg. des Notierens vieler Zahlen trocken sein!), zumeist aber am Sonntag-Nachmittag und hängen jeweils ab spätestens donnerstags am Beet aus. Bei Unsicherheit, ob ein Termin stattfindet bitte einfach nachfragen. (Wer als „Externer“ Interesse hat, an der AG teilzunehmen, bitte Kontaktdaten mailen; vor einem anstehenden Termin gibt’s dann eine Infomail).

Kontakt:

Volker Hegmann: tempel-hof-gaertner[at]planet.ms

Interessierte und UnterstützerInnen der AG sind herzlich willkommen!

 

Gesamtpanorama Wassermanagement Experiment groß

 

 

Vergangene Projekte
 
 
Refugees Welcome
 
Entstanden ist die AG refugees zu Beginn des Jahres 2016, als in nächster Nähe zu unserem Gemeinschaftsgarten zwei Notunterkünfte für geflüchtete Menschen entstanden. Wir haben uns zusammengefunden, weil wir es alle für wichtig hielten, die Bewohnerinnen der Unterkünfte in der Turnhalle am Columbiadamm und im alten Flughafengebäude zum Mitgärtnern einzuladen und dazu, den Garten als offenen Ort zu nutzen und zu genießen.
 
Bei verschiedenen Treffen im Frühjahr und im Sommer haben wir uns mit BewohnerInnen beider Unterkünfte getroffen, versucht, miteinander ins Gespräch zu kommen, zusammen gegessen und Tee getrunken, ein Beet und eine Sitzgelegenheit gebaut und verschiedene Gemüse und Blumen angepflanzt. Dabei haben wir unter anderem mit dem Projekt Die Gärtnerei und den ehrenamtlichen HelferInnen in den Notunterkünften zusammengearbeitet.
 
Als AG wollen wir diese Anfänge weiterführen. Zwar wurde die Notunterkunft in der Turnhalle am Columbiadamm aufgelöst, die Notunterkunft im Flughafen bleibt jedoch bestehen. Wir wollen weiter überlegen, wie wir uns als Gemeinschaftsgarten für unsere NachbarInnen öffnen und den Garten als Ort beleben können, in dem noch mehr unterschiedliche Menschen zusammenkommen.
 
Mitmachen: Wir freuen uns über alle, die Ideen haben und uns unterstützen möchten.
 
Kontakt: Schreibt gerne an unsere Garten-E-Mailadresse, falls ihr mehr über das Projekt erfahren wollt: garten[at]allmende-kontor.deDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">
 
 
AG refugees

Mi, 5.6., 3.7., 7.8., 4.9., 2.10., 6.11.19 jeweils von 17 – 19 Uhr